Mit der kleinen Dampfstraßenbahn kamen ab 1908 die ersten Feriengäste nach Daverdisse. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf zum beliebten Rückzugsort für Städter: Familien aus Brüssel, Flandern und den Niederlanden kauften oder mieteten hier Landhäuser, und viele kommen seitdem Generation für Generation wieder. Bis heute zählt die Gemeinde im Verhältnis zu ihrer Größe zu denen mit den meisten Ferienunterkünften in der Wallonie.
Was sie zurückkehren lässt? Natur, so weit das Auge reicht, außergewöhnlich saubere Luft, endlose Wanderungen ab dem Dorf und gutes Essen: regionale Erzeuger, Hofmetzger, Käse und Biere der Ardennen, von der Dorfbrasserie bis zum Gourmetrestaurant.
Das Dorf selbst ist winzig: rund hundert Einwohner und etwa fünfzig Häuser rund um Kirche und Dorfplatz. Ein weiterer Vorteil: Daverdisse liegt mitten in einem Netz sehenswerter Orte, Redu mit seinen Antiquariaten, Han-sur-Lesse, Rochefort, Saint-Hubert, Bouillon oder das Euro Space Center, und bleibt doch abseits des Massentourismus. Keine überfüllten Straßen, keine Warteschlangen: tagsüber die Sehenswürdigkeiten, abends die Ruhe des Dorfes.
Auch das Klima spielt mit: Im Sommer wird es nie zu heiß, dank der Flüsse und Wälder, die die Luft kühlen, und der Winter ist nie zu streng, schon gar nicht am Ofen. Am Haus ist die Sonne dabei: eine Terrasse nach Süden, eine Terrasse nach Westen für die Abende und ein Garten nach Südwesten.
Quellen: Tourisme Wallonie, Maison du Tourisme de la Grande Forêt de Saint-Hubert, RTBF, CGT-Daten.
Daverdisse liegt dort, wo Lesse und Almache zusammenfließen, umgeben von Wäldern. Pfade verbinden die Dörfer stundenlang, ohne dass man jemandem begegnet: Wandern, Radfahren, Mountainbiken, in der Saison Baden im Fluss. Und eine der saubersten Lüfte Belgiens.


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